Der Anbau der Kinderstube

Am 2. Oktober 2010 ist die neue Kinderstube offiziell eingeweiht worden. Dies stellt die erfolgreiche Vollendung eines sehr umfangreichen Projektes innerhalb von nur zwei Jahren dar. Zeitgemäß wird dadurch das Krippenplatzangebot von Celle Stadt und Land um eine wertvolle Facette mit Raum für die Betreuung von 15 unter 3-Jährigen Kindern erweitert.

Die Kinderstube

Die Kinderstube des Waldorfkindergartens wird sich langfristig als ein in besonderer Weise am kindlichen Wohl orientiertes Angebot in der Celle Krippenlandschaft etablieren. So werden wir die alltäglichen Beeinträchtigungen, die sich aus der provisorischen Nutzung eines eigentlichen Mehrzweckraumes im Obergeschoss ergaben, hinter uns lassen und mit den „Sieben unter 3-Jährigen Zwergen“ in die schützende Hülle des Erweiterungsbaus mit seinen abgerundeten Ecken, Naturbaustoffen, der warmen Farbgebung und einer Geborgenheit gebenden gewölbten Decke einziehen.

Der Architektenentwurf sieht eine harmonische und ästhetische Eingliederung in die besondere Architektur des bestehenden Gebäudes vor. Dabei trägt die Gestaltung der Nutzfläche von ca. 100 m² den besonderen Anforderungen einer Kleinkind- betreuung sowie eines an der Waldorfpädagogik ausgerichteten Angebotes Rechnung:

    Spielecke
  • Der Gruppenraum wird mit ca. 50 m² den Kindern ausreichend Platz zum Spielen und Entdecken bieten. Verschiedene Bereiche strukturieren den Raum und bieten den Kindern Platz für verschiedene Aktivitäten.
  • Bereits 2-jährige Kinder nehmen tatkräftig an der Zubereitung des Frühstücks teil. Die eingegliederte Küchenzeile und die bereit stehenden Tische und Stühle ermöglichen die gemeinsame Vorbereitung und Einnahme der Mahlzeiten. Dadurch wird den Kindern die direkte Wahrnehmung nahrungsbezogener Aktivitäten ermöglicht, welches das Prinzip von Vorbild und Nachahmung auf wirkungsvolle Weise unterstützt.
  • Ein räumlich abgesetzter, jedoch nicht abgetrennter Rückzugsbereich erlaubt den Kindern, sich nach individuellem Bedarf aus der Gruppe zurückzuziehen, ohne dabei den für die Geborgenheit notwendigen direkten Kontakt zu verlieren.
  • Natürliche Spielmaterialien

  • Im angrenzenden Schlafraum stehen kleine Bettchen mit Betthimmel aus Naturmaterialien. So entsteht ein Ruhebereich für einen geborgenen Mittagsschlaf für die am Ganztagsangebot teilnehmenden Kinder.
  • Der im Anbau zentral gelegene Wasch- und Toilettenraum ist ebenfalls sehr wichtig. So spielt die Nähe zum Gruppenraum auch bei der Gewöhnung ans Töpfchen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus können die Kinder auf dem Weg zurück aus dem Garten den Matsch draußen lassen und die Hände waschen, bevor es weitergeht.
  • In der ebenfalls zentral gelegene Garderobe hat jedes Kind seinen eigenen Platz für die wind- und wettertaugliche Kleidung, die für die tägliche Zeit im Garten benötigt wird. Hier findet auch der Übergang in die Gruppe oder aus der Gruppe heraus statt.